Aktuelles

Bond-Feeling: Bei der Ötztal Classic

27. Juli 2018

Raus aus der Garage – rauf auf die Straße! Die Ötztal Classic punktet in der Oldtimer-Fangemeinde nicht nur mit interessanten historischen Fahrzeugen, sondern auch mit den schönsten Strecken im Alpenland. Los geht es am 2. August von Oetz über Sautens durchs Pitztal nach Imst. Tag zwei führt in drei Etappen von Oetz über Sölden zum Rettenbachferner und von dort aus mit der Gondel zur James-Bond-Kulisse am Gaislachkogel. Etappe drei geht von Sölden zurück nach Oetz. Tag drei startet mit einer großen Rundfahrt über Innsbruck und Seefeld und zurück nach Oetz zur Siegerehrung. Fester Bestandteil des Reglements: Gleichmäßigkeitswertungen, Geschicklichkeitsfahren, Genauigkeitswertungen, zum Beispiel beim Slalom oder Rückwärtsfahren.

Um die technische Sicherheit bei der Zeitreise kümmern sich die Oldtimer-Experten von TÜV SÜD. 
Sie stehen auch vor und nach der Ötztal Classic jederzeit für Fragen rund um kraftfahrzeugtechnisches Kulturgut zur Verfügung.

Weitere Informationen unter www.oetztal-classic.at.

Mit Erstklässlern den Schulweg rechtzeitig üben

26. Juli 2018

„Den Schulweg muss man mit seinen Kindern üben. Mehrmals, zu den schulüblichen Zeiten und dabei vor allem das Überqueren von Straßen und Kreuzungen trainieren“, rät die TÜV SÜD-Verkehrspsychologin: „Oft genug sind gerade Erwachsene ein schlechtes Vorbild, weil sie rote Ampeln missachten. Auch solches Fehlverhalten sollte mit den Kindern besprochen werden.“ Erst wenn alles gut klappt und sich die Kinder sicher fühlen, sollten sie sich alleine auf den Schulweg machen. Als Faustregel gilt, einfache Schulwege mindestens drei bis vier Mal abgehen, schwierigere mindestens zehn Mal.

Unfallursache Nummer Eins bei Kindern, die zu Fuß zur Schule gehen, ist das Überqueren der Fahrbahn. Deshalb wollen diese Schritte besonders geübt sein: vor jedem Betreten der Fahrbahn am Bordstein stehen bleiben, nach allen Seiten schauen, zuerst nach links, dann nach rechts, dann wieder nach links, um dann auf kürzestem Weg über die Straße zu gehen. Wenn möglich, die Straße nur an Ampeln und Fußgängerüberwegen überqueren. An Zebrastreifen Blickkontakt zu den Autofahrern aufnehmen, ebenso auf Fahrbahnteilern.

„Kinder sind keine kleinen Erwachsenen“, gibt Häußler zu bedenken und verhalten sich mitunter völlig anders, wenn sie alleine oder in der Gruppe sind. Werden beispielsweise Klassenkameraden auf der anderen Straßenseite entdeckt, wird der Verkehr uninteressant. „Gerade jüngere Kinder handeln impulsiv. Das sollte man ebenfalls besprechen“, weiß Häußler. 

Mit dem Fahrrad zur Schule, davon ist abzuraten. Selbst wenn Kinder ihr Rad schon beherrschen, so sind sie im Straßenverkehr doch immer noch rasch überfordert, gibt die TÜV SÜD-Expertin zu bedenken. Wird mit dem Schulbus der Weg absolviert, dann sollten Eltern dies ebenfalls mit ihren Sprösslingen trainieren. Das gilt für den Hin- und Rückweg zur Haltestelle. Das gilt ebenso für das Ein- und Aussteigen. Immer erst an den Bus herantreten, wenn er zum Stehen gekommen ist und die Tür geöffnet hat. Nach dem Aussteigen warten, bis der Bus weggefahren ist. Erst dann die Fahrbahn überqueren. Wenn möglich, am nächsten Fußgängerüberweg oder an einer Ampel. Wichtig ist zudem, dass das Kind rechtzeitig zur Haltestelle losgeht, damit es nicht unter Zeitdruck kommt. 

Oftmals wird das Kind mit dem Auto zur Schule gebracht. Auch hier gilt wie sonst die Anschnallpflicht. Kinder bis zum 12. Lebensjahr sollten nach Möglichkeit hinten sitzen; erst ab 1,50 Meter Körpergröße dürfen Kinder den normalen Sitzgurt benutzen. Und: „Es dürfen nur so viele Kinder mitgenommen werden, wie im Auto gesichert werden können“, erinnert Häußler. Problematisch ist es allerdings, sein Kind regelmäßig mit dem Auto zur Schule zu bringen und abzuholen. Ein solch hohes Maß an Fürsorge verhindert, dass sich wichtige Kompetenzen bei den Kindern ausbilden können. „Entscheidungen treffen, Gefahren abschätzen, sicheres Bewältigen gefährlicher Situationen im Straßenverkehr, das lernt man alles nicht, wenn die Eltern einen dauerhaft zur Schule fahren“, warnt die TÜV SÜD-Fachfrau. Eltern können einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung für den Schulweg leisten. Kinder brauchen das angemessene Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten durch die Eltern. Eltern, die mit der Sorge um ihr Kind schwer zurechtkommen, empfiehlt sie, „die Dinge erst zusammen zu machen. Den Schulweg häufig gemeinsam gehen, Schritt für Schritt wächst so Vertrauen.“

Ausreichend Schlaf und Stopps

26. Juli 2018

Der Rat gilt ebenfalls für kleine Reisende. Das Beste, was Kindern passieren kann ist, dass diese die Autofahrt einfach verschlafen und erst am Urlaubsziel aufwachen. Also eventuell schon nachts oder in den frühen Morgenstunden losfahren und Lieblingsstofftier sowie Kuscheldecke nicht vergessen. „Eine mehrstündige Autofahrt ist schließlich eine Ausnahmesituation für alle. „Den Kindern zu Liebe sollte man das Bewegungsbedürfnis der Youngster in sein Planungskalkül einbeziehen“, rät der TÜV SÜD-Fachmann: „Deshalb ausreichende Zwischenstopps einplanen und auch mal kurz von der Autobahn runterfahren, um eine Wiese, einen Park oder ein Waldstück anzusteuern. Dort können die Kleinen dann ihr Bewegungsdefizit abreagieren.“ 

Grundsätzlich sollte die Reise mit dem Nachwuchs gut vorbereitet sein. Das spart letztlich Zeit und Nerven. „Bei der Streckenkalkulation gilt es zu bedenken, wie man die größten Staustrecken umgehen kann. Hilfreiche Hinweise geben die Stauprognosen der Automobilclubs, die Meldungen im Verkehrsfunk oder Warnung per Navi“, empfiehlt Brenner-Hartmann. 

Viel häufiger als die Großen brauchen die Kleinen eine Pause. Mehr Zeit einplanen und rechtzeitig einen Zwischenstopp einlegen, legt der TÜV SÜD-Fachmann Eltern ans Herz. Wichtig ist neben Wann und Wo das Wie. Unter http://www.rast.de können entsprechend der eigenen Reiseroute passende Autobahnraststätten mit speziellem Kinderservice schon vorab ermittelt werden (Stichwort: Services für die Familie).

Kinder sind auf Reisen ungeduldig und langweilen sich deshalb ziemlich schnell im Autofond. Daher ist Unterhaltung wichtig. Kuscheltiere, Hörbücher, Malvorlagen, Spiele oder Bücher sollten für die Kleineren bereitliegen, für die Älteren tragbare DVD-Player, das Smartphone oder Tablet etwa um einen Film zu schauen. „Immer wieder unterschätzt wird ein weiterer Wohlfühlfaktor“, schildert Brenner-Hartmann seine Erfahrungen. Im Auto gibt es nur wenig Bewegungsspielraum und damit ist man mitunter der Sonne ungehindert ausgesetzt, was auf Dauer ziemlich unangenehm werden kann. Daher sollte man für Sonnenschutz sorgen. Rollos oder Sonnenschutzfolien können ganz leicht an die hinteren Seitenscheiben des Autos angebracht werden, die auf diese Weise eine Erhitzung durch die Sonneneinstrahlung minimal halten und das Auto nicht zur Hitzefalle werden lassen.

TÜV SÜD: Mit Sicherheit ein Genuss

28. Mai 2018

3.000 Oldtimer, 20.000 Besucher – die Bavaria Historic gehört bei ihrer 31. Auflage zu den größten Oldtimer-Veranstaltungen in Süddeutschland. Volvo Duett, Buick Wildcat, Jaguar E-Type: Mindestens 30 Jahre alte Fahrzeuge aus der ganzen Welt werden bei der Bavaria Historic über die Traumstrecken im Alpenvorland gelenkt. Alte Technik und Design genießen: Die Veranstalter setzen auf den drei Etappen rund ums Schloss Maxlrain, den Pfaffenwinkel und die Brandenberger voll auf historischen Genuss. 

Und damit der ganz sicher nicht auf der Strecke bleibt, nimmt Partner TÜV SÜD die Fahrzeuge vor dem Start ab. Nicht nur zu Bavaria-Historic-Zeiten: Die Experten von TÜV SÜD ClassiC unterstützen die Besitzer von kraftfahrzeugtechnischem Kulturgut mit vielfältigen Dienstleistungen. Dazu gehören Oldtimergutachten zum Erlangen eines H-Kennzeichens, Wertgutachten, Haupt- und Abgasuntersuchungen, Änderungs- und Vollgutachten. Zudem unterstützt TÜV SÜD mit einem Datenblatt-Service und einem umfangreichen Archiv zum Thema Oldtimer.

TÜV SÜD: Im Stau ständig Spur wechseln?

18. Mai 2018

Slalom lassen: Von links nach rechts und wieder zurück: So kommt im Stau niemand schneller voran. Zahlreiche Studien belegen: Selbst wer dauernd die Spur wechselt, fährt mit denselben Leidensgenossen aus dem Stau wieder raus, mit denen er hineingeraten ist. Dazu Eberhard Lang von TÜV SÜD: „Zudem besteht durch den Spurwechsel die Gefahr, dass die Rettungsgasse blockiert wird.“ Tabu ist auch die Standspur. Sie darf nur auf polizeiliche Anweisung oder mit entsprechender Beschilderung als Fahrstreifen benutzt werden.

Tour planen: Am besten im Vorfeld die Reiserouten auf Staus hin abklopfen. Statistisch gesehen sind die Reisetage mit der geringsten Verkehrsdichte Dienstag und Mittwoch. Lässt es sich – etwa aufgrund der Buchung am Urlaubsort – einrichten, dass nicht von Samstag auf Samstag verreist werden muss, sollte man dies nutzen. „Nicht samstags fahren, wenn alle fahren“, sagt Eberhard Lang von TÜV SÜD.

Ruhe bewahren: Trotz aller Planung lässt sich Stau an Pfingsten meist nicht vermeiden. Dann dem Stauende nähern, sanft abbremsen und das Fahrzeug ausrollen lassen: „Spätestens jetzt den nachfolgenden Verkehr mit höchster Aufmerksamkeit beobachten, denn die größte Gefahr im Stau droht von hinten“, sagt Lang. Das eigene Fahrzeug ganz leicht Richtung seitlicher Begrenzung orientieren, dazu ein bis zwei Fahrzeuglängen Abstand zum Vordermann einhalten. Nur so hat man die Chance, zu reagieren, wenn der Fahrer hinter einem das Stauende übersehen hat. Warnblinker nur an unübersichtlichen Stellen einschalten. Zu frühzeitiges Einschalten – etwa bei einer Verlangsamung des Verkehrsflusses – kann dazu führen, dass der rückwärtige Verkehr unnötig stark abbremst.

Gasse freilassen: Steht man erst einmal im Stau, selbst bei kurzen Wartezeiten den Motor ausschalten. Beim Rollen sollte der Abstand zum Vordermann bei ein bis zwei Fahrzeuglängen liegen. Mantra der Experten: In der Mitte der zwei Fahrstreifen unbedingt eine Rettungsgasse freilassen. Die Regel dazu: Bei drei Fahrspuren und mehr muss die Rettungsgasse zwischen dem linken äußeren und dem zweiten Fahrstreifen von links gebildet werden. Die gesicherte Unfallstelle zudem ohne Abbremsen passieren: Gaffen verursacht wieder Stau!

Nicht abgelenkt: Endlich Pause, schnell noch tanken, die Kinder ein letztes Mal beruhigen. Steht die Pause nach längerer Wartezeit kurz bevor, ist die Aufregung meist groß. Fahrer dürfen sich davon gerade auf Raststätten und besonders zur Urlaubszeit nicht ablenken lassen: Denn die Stationen sind meistens überfüllt, zwischen fahrenden Autos laufen Fußgänger – dicht an dicht stehende Lkw behindern die Sicht. Tipp vom TÜV SÜD-Experten: „Rastplätze erfordern vor allem in der Ferienzeit die gleiche Aufmerksamkeit wie verkehrsberuhigte Bereiche. Also: Schritttempo fahren, auf Fußgänger und vor allem Kinder achten. Erst wenn der Wagen steht, geht die Pause los.“ 

Tempo drosseln: Jeder kennt die Faustformel aus der Fahrschule: Bei der Abfahrt von der Autobahn beim Abbremsen auf 50 Sachen unbedingt den Tacho im Blick behalten, denn die Augen haben sich an Geschwindigkeiten über 130 Stundenkilometer gewöhnt und sind deshalb ein schlechtes Messinstrument. Lang: „Für die Einfahrt auf einen Rastplatz die Tachonadel auf 30 bis 40 senken. Hier herrscht höchste Gefahr durch Fußgänger und rangierende Lkw und Pkw.“ Höchstens 30 Kilometer pro Stunde auf den Auf- und Abfahrten und Schrittgeschwindigkeit im Zentralbereich mit Gasthaus und Spielplatz sind angemessen. Vor allem in der Nacht die Geschwindigkeit nochmal anpassen. Gerade dann stehen die Brummis Schlange und das oft schon auf den Auffahrten.

Kinder begleiten: Kinder müssen auf Rastanlagen zu jeder Zeit an die Hand genommen werden. Kinderwagen oder Kindersitze niemals im Fahrbahnbereich abstellen. Gerade in der unübersichtlichen Verkehrssituation werden Buggy und Co. schnell übersehen. Dazu Lang: „Auch neben, hinter oder vor dem Wagen hat die Babyschale nichts zu suchen, selbst für Sekunden nicht. Ausparkende Fahrzeuge, rangierende Busse und Lkw können die Kleinsten dort nicht sehen und schnell überrollen. Das haben tragische Unfälle immer wieder gezeigt.“

Schalten lassen, das Angebot wird immer größer!

17. Mai 2018

Anfänglich wurden automatische Getriebe als Komfortzubehör angeboten, zunächst nur mit drei Fahrstufen, plus Rückwärtsgang. 1939 brachte General Motors sein erstes Automatikgetriebe in Serie. Der Zulieferer Borg Warner bot ab 1952 einen Automaten mit Drei-Gang-Planetenradsatz an. Zu Beginn der 60er Jahre stellte ZF ein Automat-Getriebe mit einem hydraulisch gesteuerten dreistufigen Planetenradsatz vor. Grundsätzlich sprachen diese Lösungen eher schaltfaule Fahrer an und besaßen manches Handicap. „Der sogenannte Wandler schluckte Leistung“, erinnert der TÜV SÜD-Fachmann an die alte Technik „und es gab hohe Reibungsverluste, mithin stieg der Verbrauch.“ 

„Um dieses Handicap auszugleichen, ist eine möglichst hohe Spreizung, also das Verhältnis von kleinstem und größtem Gang, nötig“, erläutert Lang den technischen Fortschritt. Manuelle Getriebe gibt es derzeit mit bis zu sieben Gängen. Automatikgetriebe bieten inzwischen zehn Fahrstufen an, elektronisch gesteuert. „Durch die deutlich breiter gewordene Getriebespreizung ist eine bessere Anpassung an die Motorcharakteristik und die Lastzustände möglich geworden“, weiß der TÜV SÜD-Fachmann: „Entsprechend wurde nicht nur die Fahrdynamik gesteigert, sondern ebenso der Verbrauch gesenkt.“ 

Besonderer Beliebtheit erfreuen sich so genannte Doppelkupplungsgetriebe. „Im Prinzip funktionieren diese Getriebe mit zwei Kupplungen so“, erklärt der TÜV SÜD-Fachmann: „Während in einem Gang gefahren wird, ist der nächste schon voreingelegt, ruht aber noch. Sobald der ideale Schaltpunkt erreicht ist, öffnet sich elektronisch gesteuert die entsprechende Kupplung, und der nächste Gang wird blitzschnell aktiv. Hydraulische oder elektrisch betätigte Aktuatoren übernehmen den Ein- und Auskuppelvorgang.“ Solche Lösungen finden sich vor allem im unteren und mittleren Fahrzeugsegment. 

In höheren Fahrzeugklassen kommt zumeist die so genannte Wandler-Automatik-Technik zum Einsatz. Ihr ursprüngliches Image, durstig und unsportlich zu sein, ist Technikgeschichte. Möglich machen dies mehr Gänge, eine Wandlerüberbrückung sowie mitunter extrem kurze Schaltzeiten. „Modernen Automatikgetrieben sagt man nach, dass sie so perfekt arbeiten, wie es ein normaler Autofahrer im manuellen Modus kaum besser machen könnte“, schildert Lang seine Beobachtungen. 

Stufenlose Getriebe, sogenannte CVT-Schaltboxen, arbeiten ohne fixe Übersetzungen. Das ermöglicht, den Motor stets im optimalen Drehzahlbereich zu betreiben. „Theoretisch ein Vorteil“, befindet der TÜV SÜD-Fachmann, „aber gleichwohl haben sich CVT-Getriebe nie auf breiter Front durchgesetzt.“ Ihr Handicap: ein jaulendes Motorgeräusch beim Beschleunigen und grundsätzlich wirkt der Antrieb stets etwas träge. Mit fest einprogrammierten Fahrstufen versuchen Entwickler dem entgegenzuwirken. 

Automatisierte Getriebe sind eine weitere Lösung, auf händisches Handeln zu verzichten. Das sind prinzipiell übliche Fünfgang-Schaltboxen. Eine Elektronik sorgt für die Gangwechsel und steuert dazu den hydraulisch betätigten Kupplungsgeber. Ebenso wird die Schaltbetätigung über Stellelemente gehandhabt. „Welche Lösung auch immer zu Einsatz kommt, allen ist gemein, dass man dafür tiefer ins Portemonnaie greifen muss“, charakterisiert Lang den inzwischen wohl einzigen Nachteil des Verzichts auf Handarbeit: „Erfahrungsgemäß liegen die Aufpreise je nach eingesetzter Technik und Fahrzeugklasse zwischen 500 und 2500 Euro.“

Erst Plakette checken – dann in die Saison starten

23. März 2018

Tolles Wetter, Fahrer fit, Technik startklar – beste Voraussetzungen für die erste Ausfahrt 2018. Technik startklar? Dazu gehört auch eine gültige Hauptuntersuchung. Deshalb besser noch einmal auf die Plakette schauen, bevor‘s richtig losgeht. Auch Saisonfahrzeuge wie Cabrios, Motorräder oder Oldtimer müssen regelmäßig zur Hauptuntersuchung (HU). Ist die obere Zahl auf der grünen 2018er-Plakette eine eins, zwei, drei oder vier, oder ist sogar noch eine rosafarbene 2017er-Plakette auf dem Saisonkennzeichen, heißt es: Vor dem Start in den mobilen Frühling steht die Hauptuntersuchung. Denn sonst drohen unter Umständen Bußgelder oder sogar ein Wegfall des Versicherungsschutzes. Damit keine Wartezeiten entstehen, gibt es zum Auftakt vom 3. bis 7. April einen besonderen Service für die Fahrer von Saisonfahrzeugen. Unter dem Motto „Frühlingsbrummen“ haben dann viele TÜV SÜD Service-Center länger geöffnet.

Welches TÜV SÜD Service-Center in der Nähe vom 3. bis 7. April wie lange geöffnet hat, steht unter www.tuev-sued.de/fruehlingsbrummen.

Bildtext: „TÜV“ abgelaufen? Zum Saisonstart mal einen Blick auf die Plakette werfen.

Hinweis für Redaktionen: Das Bild steht in der Bilddatenbank unter der Rubrik „Aktuelles & Veranstaltungen“ zum Download bereit: http://www.tuev-sued.de/pressefotos.

TÜV SÜD: Immer up-to-date mit Old- und Youngtimer

16. März 2018

Jeder kennt sie noch, die kleinen Pappschilder für den nächsten Service-Termin – mit einem dünnen Draht befestigt am Öleinfüllstutzen oder dem Deckel des Bremsflüssigkeitsbehälters. Mit der neuen App von TÜV SÜD ClassiC muss nun niemand mehr unter die Haube schauen und sich die Finger schmutzig machen, um alle Inspektionstermine sicher im Griff zu haben. Trägt man die Termine ein, erinnert sie an die kommenden Termine. Zudem bietet die App weitere hilfreiche Features wie Informationen rund um historische Fahrzeuge, einen Überblick über wichtige Events oder Tourentipps für die nächste Ausfahrt – inklusive Empfehlungen für die Einkehr oder Besichtigungen auf der Strecke.

Darüber hinaus bleiben Old- und Youngtimer-Begeisterte damit auch unterwegs ständig in Kontakt mit der Fan-Community: „Mit der neuen App habe ich nicht nur immer alle Termine im Griff. Die Datenbankfunktion bietet die Möglichkeit, technische Daten, Dokumente wie etwa Reparaturrechnungen und auch Fotos rund um die Uhr auch von unterwegs zu verwalten. Modell, Baujahr und Fotos kann man auf Wunsch mit anderen teilen“, sagt Lars Kammerer, Leiter Marketing bei der TÜV SÜD Auto Service GmbH.

Während der Retro Classics auf der Messe Stuttgart stehen die Spezialisten von TÜV SÜD am Stand C34 in Halle 10 Besuchern zu allen Fragen rund um Old- und Youngtimer zur Verfügung. Sie liefern technische Tipps und stehen mit Datenbanken parat, wenn es darum geht, ein altes Fahrzeug wiederaufzubauen. Die neue App wird am ersten Messetag (22. März) um 17:30 Uhr am Stand präsentiert. 

Bildtext:Keinen Service-Termin mehr verpassen: Die neue Oldtimer-App von TÜV SÜD ClassiC bietet sinnvolle Features für Oldtimer-Fans.

Hinweis für Redaktionen: Das Bild steht in der Bilddatenbank unter der Rubrik „Aktuelles & Veranstaltungen“ zum Download bereit: http://www.tuev-sued.de/pressefotos.

Darauf muss man bei AdBlue achten

16. März 2018

AdBlue ist ein in 161 Ländern eingetragenes Warenzeichen des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). Er besitzt die Markenrechte für 161 Länder weltweit und wacht über die Einhaltung der AdBlue-Standards nach ISO 22241/1 und DIN 70070. „Die Flüssigkeit ist eine wässerige Harnstofflösung, die aus 32,5 Prozent Harnstoff und 67,5 Prozent demineralisierten Wassers besteht“, erläutert Mast: „Der hochreine Harnstoff wird synthetisch hergestellt.“

Dieselautos benötigen die Harnstofflösung, die in einem Extratank im Fahrzeug eingefüllt wird, zur Abgasreinigung. Durch eine thermische Reaktion wird AdBlue in Ammoniak zersetzt, das im SCR-Kat mit den Stickoxiden reagiert und diese in die harmlosen Bestandteile Wasser und Stickstoff umwandelt. SCR steht für selektive katalytische Reduktion. Die Reduktion der Stickstoffemissionen soll bis zu 90 Prozent betragen. Ein Problem: „Die aktuellen SCR-Systeme funktionieren erst ab einer gewissen Abgastemperatur, entsprechend kann bei einem Kaltstart der Harnstoff zunächst nicht umgewandelt werden“, macht der TÜV SÜD-Fachmann aufmerksam. Allerdings bietet die Industrie schon Systeme an, mit deren Hilfe die Umwandlung in Ammoniak schneller erfolgt, mithin ein Kaltstart sauberer abläuft.

AdBlue gibt es an Tankstellen, in Baumärkten oder im Online-Handel in unterschiedlichen Gebindegrößen und Preisen. AdBlue-Zapfsäulen sind hierzulande selten und wenn, dann passt die Zapfpistole oftmals nicht in den Einfüllstutzen eines Pkws. 

Der Füllstand des AdBlue-Tanks wird üblicherweise elektronisch überwacht. Neigt sich der Vorrat seinem Ende, meldet das der Bordcomputer. Einen ersten Hinweis gibt es im Normalfall bei 2.400 Kilometern Restreichweite. Der nächste Warnhinweis erfolgt bei ungefähr 1.600 Kilometern. Bei manchen Fahrzeugen lässt sich der Füllstand zudem manuell im Bordcomputer ablesen. Sinkt die Reichweite unter 1.000 Kilometer oder ist der AdBlue-Tank komplett leer, kann der Motor nicht mehr gestartet werden, weil erhöhte Schadstoffwerte drohen. „Eine realistische und allgemeingültige Angabe zum AdBlue-Verbrauch gibt es nicht“, informiert Mast. Dieser ist abhängig von der individuellen Fahrweise. Verbrauchshinweise finden sich in der Gebrauchsanweisung des Autos. Dort wird zudem die Lage des Einfüllstutzens beschrieben. „Obacht“, mahnt der TÜV SÜD-Fachmann, „AdBlue gehört niemals in den Kraftstofftank, hat man versehentlich doch AdBlue in den Dieseltank gekippt, darf der Motor keinesfalls gestartet werden. Das Malheur ist dann ein Fall für die Werkstatt.“ 

„Grundsätzlich“, beruhigt Mast „ist AdBlue ungiftig und weitgehend geruchsneutral, beziehungsweise kann schwach nach Ammoniak riechen.“ Zwar zählt die Harnstofflösung zu der niedrigsten Wassergefährdungsklasse, gleichwohl sollten Tropfmengen aufgewischt werden und mit Wasser nachgespült werden. Bei Kontakt mit Stahl, Eisen, Nickel und Buntmetallen kann es allerdings zu Korrosion kommen.

Bei Böen besonders behutsam Fahren

18. Januar 2018

Plötzliche Böen können selbst vorsichtige Fahrer in gefährliche Situationen bringen. Reduziertes Tempo, mehr Abstand und erhöhte Aufmerksamkeit sind nach Ansicht des Experten Eberhard Lang von TÜV SÜD Grundvoraussetzungen dafür, dass es nur beim Schrecken bleibt.

Anzeichen: Schon vor der Fahrt informieren der Wetterbericht oder Smartphone-Apps über Gefahren durch starken Wind oder Sturm. Besonders durch Seitenwind gefährdete Streckenabschnitte sind mit Schildern und auf Autobahnen oft auch durch Windsäcke markiert. Autobahnen sind aber nicht die Strecken mit dem höchsten Risiko, sondern vor allem Landstraßen. Waldschneisen sind ebenso wie Talbrücken und Tunneleinfahrten problematisch.

Abhilfe: Ohne Gegenmaßnahmen würde Seitenwind das Auto auf eine andere Fahrbahn oder gar von der Straße leiten. Mit leichten Lenkkorrekturen gleicht der geübte Fahrer die Abweichung praktisch automatisch aus. „Aber bitte gefühlvoll gegenlenken“, rät Eberhard Lang von TÜV SÜD. Hektisches Drehen am Lenkrad bringe stets die Gefahr, dass das Auto ins Schleudern gerät.

Abstand: Noch mehr als generell ist bei Sturm eine ausreichende Entfernung zum nächsten Fahrzeug notwendig. „Das gilt auch für den seitlichen Abstand“, setzt Eberhard Lang hinzu. „Andere Autos oder Lastwagen können selbst durch den Wind ins Schlingern geraten. Dann schützt nur Abstand vor dem Zusammenstoß“.

Abhängen: Besonders gefährdet sind bei stürmischen Wetter Gespanne. „Speziell Wohnanhänger bieten dem Wind eine große Angriffsfläche“, weiß Lang. An einigen Streckenabschnitten oder auf Brücken werden bei entsprechender Wetterlage sogar Fahrverbote für Fahrzeuge mit Anhängern verfügt. Auf entsprechende Schilder achten! Auch ansonsten wartet der sicherheitsbewusste Gespannfahrer möglichst das Abklingen des Sturms ab.

Abwarten: Problematisch sind Überholmanöver bei starkem Seitenwind, besonders das Vorbeifahren an Lastzügen. Die schatten nämlich Wind oder Sturm ab und die Notwendigkeit des Gegenlenkens entfällt beim Vorbeifahren plötzlich. Wer darauf nicht schnell genug reagiert, dessen Auto gerät schnell aus der Spur. „In solchen Wettersituationen empfiehlt sich, beispielsweise auf Brücken nicht zu überholen“, erklärt der Experte von TÜV SÜD.

Abwurf: Sturm kann nicht nur Fahrzeuge auf Abwege bringen. Autofahrer müssen damit rechnen, dass Laub, Äste, ja ganze Bäume auf der Fahrbahn landen. Erhöhte Aufmerksamkeit ist nötig. Und Vorsicht beim Wegräumen von Hindernissen: Immer eine Sicherheitsweste anziehen und die Stelle mit Warnblinkanlage und Warndreieck absichern!

Anziehen:Schon so manches geparkte Auto hat der Wind in Bewegung gesetzt. Die angezogene Handbremse und der eingelegte Gang verhindern dies.

Abnehmen: Moderne Fahrerassistenzsysteme helfen beim Spurhalten. Manche Transporter haben einen Seitenwindassistenten, der automatisch gegenlenkt. Die Spurhalteassistenten von Personenwagen nehmen dem Fahrer in gewissen Grenzen ebenfalls die Aufgabe ab.

Für das große Gepäck auf dem Weg in den Schnee

17. Januar 2018

Doch vor dem Einsatz des getoppten Gepäckabteils sollte man sicherstellen, dass Fahrzeug und Box zusammenpassen. Eine Dachbox besteht aus einer Box und dem Trägersystem. „Diese Befestigungselemente sind fahrzeugspezifisch, deswegen immer erst erkundigen, welches Trägersystem zum Auto passt“, rät der TÜV SÜD-Fachmann. Den richtigen Dachträger samt Befestigung für das eigene Auto zu finden ist meist unproblematisch. „Auf den Internetseiten der namhaften Hersteller kann man sich in aller Regel bis zum gewünschten Fahrzeugtyp durchklicken, um das dazu passende System zu ermitteln“, weiß Pöppl. 

Das Gepäck sollte in der Box gleichmäßig verteilt und die zulässige Dachlast nicht überschritten werden. Die mögliche Zuladung lässt sich zwar aus den Angaben im Fahrzeugschein als Differenz aus dem Gesamtgewicht und dem Leergewicht errechnen. Doch der Teufel steckt im Detail. Der TÜV SÜD-Fachmann: „Die maximal zulässige Dachlast für Personenwagen ist nicht in den Fahrzeugpapieren eingetragen.“ Sie findet sich vielmehr in der Bedienungsanleitung und beträgt je nach Fahrzeugtyp üblicherweise zwischen 50 und 100 Kilogramm. 

Grundsätzlich sollte man schwere Gegenstände im Fahrzeug und nicht in der Dachbox transportieren. Die zusätzliche Ladung muss so verstaut und gesichert werden, dass sie selbst bei einer Vollbremsung oder plötzlichen Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen oder herabfallen kann (Paragraf 22 StVO). „In der Spitze verstaute Funktionsbekleidung beispielsweise verringert das Risiko von Beschädigungen durch Vollbremsungen. Fangnetze, Spanngurte im Innenraum der Transportbehälter geben zusätzliche Sicherheit“, empfiehlt Pöppl. Bei kaum gefüllten Boxen sollten feste Gegenstände wie Ski und Skistiefel fixiert werden. Das dient der Sicherheit und verhindert Poltergeräusche während der Fahrt. Einkalkulieren sollte man unterwegs auch, dass sich Fahrverhalten und -geräusche ändern. 

Selbst wenn in der Bedienungsanleitung der Träger nicht eigens darauf hingewiesen wird, sollte man möglichst nie die Autobahnrichtgeschwindigkeit von Tempo 130 überschreiten, legt Pöppl Autofahrern schließlich ans Herz und fügt einen Tipp an: „Vergessen Sie nie Ihre Ladung auf dem Dach. Sonst kann das Einfahren in eine Garage oder Parkhaus ausgesprochen teuer werden.“

Tipps für die Fahrt mit Schneeketten

17. Januar 2018

Bei Autos mit elektronischem Stabilitätsprogramm (ESP) empfiehlt es sich, diese Funktion – wenn möglich – während der Fahrt mit Ketten auszuschalten, um die Traktionswirkung zu steigern. „Die Räder müssen sogar durchdrehen, damit das Auto vorwärtskommt. Das ESP würde dem entgegenwirken und somit die Zugkraft schmälern“, erläutert Lang.

„Gebräuchliche Kettensysteme sind so ausgelegt, dass sie sowohl zum Einsatz im Tiefschnee als auch auf Matsch und Eis taugen“, weiß Lang. Wichtig bei der Anschaffung ist, auf die richtige Größe zu achten. Nur so ist gewährleistet, dass die Kettenglieder sicher am Reifen anliegen. Maßgeblich für die passende Winterhilfe ist die Dimension der Winterreifen. „Empfehlenswert ist es, dass die Ketten gebräuchliche Qualitätsnormen (TÜV-/GS-Zeichen) erfüllen“, rät der TÜV SÜD-Fachmann zudem. In Österreich müssen die Fahrhilfen auch den Vorschriften des Nachbarlandes entsprechen (ÖNORM). Wer entgegen der Hersteller-Bestimmungen Schneeketten anlegt oder falsche Reifendimensionen verwendet, riskiert Schäden an der Karosserie oder an der Radaufhängung. Achtung: An manchen Fahrzeugen können trotz Serienbereifung wegen zu enger Radkästen keine Schneeketten montiert werden.

„Zum Anlegen der Ketten einen ebenen Platz suchen, gegebenenfalls Warndreieck aufstellen“, schildert der TÜV SÜD-Fachmann das richtige Vorgehen für den Start in den Schnee: „Immer wieder wird der Fehler gemacht, die Ketten zu spät zu montieren.“ Steckt das Fahrzeug erst einmal fest, kommt Hektik auf. Womöglich wird sogar der Verkehr gestoppt. Nützlich für die Montageaktion sind eine wasserfeste Unterlage zum Hinknien und ein paar Arbeitshandschuhe. Bei einigen Kettentypen muss das Rad nach dem Anlegen ein Stückchen weitergedreht werden, damit die Verschlüsse zu fixieren sind. „In jedem Fall empfiehlt es sich, nach 20, 30 Metern den Sitz der Ketten nochmals zu prüfen“, mahnt Lang und „darauf achten, dass nichts schleifen oder an Bauteile des Autos anschlagen kann.“ Und wer schon vor der Fahrt geübt hat, was er tun muss, kann dem Schnee ohne Aufregung entgegensehen.

Wird die Fahrbahn wieder schneefrei, müssen die Schneeketten alsbald abgenommen werden, erinnert der TÜV SÜD-Fachmann: „Sie verschleißen sonst zu stark und strapazieren den Straßenbelag.“ Ob zur Zwischenlagerung bis zum nächsten Einsatz oder der Endlagerung im Frühjahr, immer sollten die Ketten mit lauwarmem Wasser gereinigt werden, danach trocknen und wieder verstauen.

So wird die Tanne sicher transportiert

14. Dezember 2017

Spannung erzeugen: Zur Baumbefestigung vorher unbedingt Spanngurte besorgen. Einfache Expander oder Seile reichen nicht aus. Das gilt besonders für die Befestigung auf dem Autodach.

Träger montieren: Lasten auf dem Dach dürfen nur auf einem speziellen Gepäckträger transportiert werden. Keinesfalls den Baum direkt auf dem Autodach fixieren. Das gilt auch für kürzeste Strecken.

Last positionieren: Die Pflanzenspitze sollte nach hinten zeigen, so dass der Fahrtwind keine Äste abreißen kann. Die Botanik darf die Sicht nicht behindern. Ragt der Holztransport mehr als einen Meter über das Heck hinaus, Spitze mit einer roten Fahne kennzeichnen! Im Dunkeln muss ein rotes Licht das Ende der Fuhre markieren. Insgesamt sind maximal 1,5 Meter Überstand erlaubt.

Stamm festzurren: Zur Sicherung auf dem Dachträger vor allem den Stamm mit Spanngurten so festzurren, dass der Baum bei einer Vollbremsung nicht zum gefährlichen Geschoss für andere wird. Aber auch zur Seite und nach hinten für ordentlichen Halt sorgen, betonen die TÜV SÜD-Fachleute.

Sicht sichern: Das Nadelholz auch beim Transport im Kofferraum oder im Wageninneren ordentlich sichern und darauf achten, dass die Sicht nicht behindert ist.

Hinweis:Das Bild kann in reprofähiger Auflösung herunter geladen werden unter www.tuev-sued.de/pressefotos in der Rubrik „Aktuelles & Veranstaltungen“.

Tipps fürs Autofahren bei schlechter Sicht

13. November 2017

Dunkelheit reduziert das Wahrnehmungsvermögen, Farben werden weniger gut erkannt und auch das Einschätzen von Abständen und Geschwindigkeiten verschlechtert sich. Deshalb gilt als oberste Vorsichtsmaßnahme: Die Geschwindigkeit den Sichtverhältnissen anpassen. „Als Orientierungshilfe dienen Autofahrern dabei die Leitpfosten am Fahrbahnrand. Ist die Sicht so schlecht, dass Fahrer immer nur einen Abstand weit sehen können, sollten sie maximal 50 km/h schnell fahren. Können sie zwei Pfosten weit sehen, sind 80 km/h die Maximalgrenze“, erklärt Jürgen Brenner-Hartmann. Das gilt für eine griffige Fahrbahn, bei feuchtem Laub kann sich der Bremsweg leicht verdoppeln.

Bei Nebel sind die Pfosten und auch die Mittellinie hilfreich, um auf der Fahrbahn zu bleiben. Wichtig ist außerdem, bei eingeschränkten Sichtverhältnissen immer das Licht anzuschalten, um Gegenverkehr und Hindernisse besser erkennen zu können, aber auch, um selbst besser gesehen zu werden. Gleichzeitig gilt: Niemals in die Scheinwerfer des Gegenverkehrs schauen. Das blendet die Augen unnötig und kann schnell zu einem unbewussten Lenken auf die Gegenspur führen. Außerdem wichtig: Laut Straßenverkehrsordnung dürfen Autofahrer die Nebelschlussleuchte erst ab einer Sichtweite von unter 50 Metern anschalten. Sonst kann sie den nachfolgenden Verkehr zu stark blenden und gefährlich werden.

Was bei schlechter Sicht außerdem hilft, ist eine saubere Frontscheibe. „Das wirkt vielleicht banal, ist aber eine enorme Hilfe und bei Weitem keine Selbstverständlichkeit“, so Jürgen Brenner-Hartmann. Kleine Kratzer, aber auch Schmutzpartikel können einfallendes Licht von Straßenbeleuchtungen oder Gegenverkehr brechen und den Fahrer unangenehm blenden. Das führt schnell zu unvorhergesehenen und vermeidbaren Gefahrensituationen. Autofahrer sollten deshalb auf intakte Wischblätter achten und Schäden an den Scheiben schnellstmöglich beheben lassen. Aber auch bei gutem Wetter am helllichten Tag ist Vorsicht geboten. Die tiefstehende Sonne am Morgen und am Nachmittag kann vor allem im Herbst stark blenden und ebenfalls gefährlich werden.

Besonders tückisch sind überraschende Nebelfelder, in die Autofahrer unvorbereitet hineingeraten. Vor allem in der Nähe von Gewässern und großen Feldern gilt es deshalb besonders, Vorsicht walten zu lassen. Jürgen Brenner-Hartmann warnt außerdem: „Autofahrer sollten auf keinen Fall den Fehler machen, aus Bequemlichkeit oder Unsicherheit dicht an den Vordermann heranzufahren, um sich an ihm zu orientieren. Im Fall einer plötzlichen Bremsung haben sie so kaum mehr eine Chance, rechtzeitig zu reagieren.“

Ein letzter Check vor der Winterruhe

17. Oktober 2017

Wer weiß, dass er nicht im Winter mit dem Wohnwagen oder Wohnmobil unterwegs ist, kann Steuern und Versicherungsprämien sparen, indem er ein Saisonkennzeichen anschafft oder das Fahrzeug komplett abmeldet. „Dabei sollte man darauf achten, dass der Termin der Fahrzeughauptuntersuchung (HU) nicht in den Zeitraum der Abmeldung fällt“, rät Lang: „Zudem muss ein abgemeldetes Freizeitfahrzeug auf Privatgrund untergebracht werden, sie dürfen nicht auf der Straße oder auf öffentlichen Parkplätzen stehen.“

Der TÜV SÜD-Fachmann plädiert bei den notwendigen Arbeiten für ein systematisches Vorgehen. „Vielfach bieten Caravaning-Fachhändler eine komplette Reinigung des Freizeitfahrzeugs sowie die Reinigung der Wassertanks an.“ Allerdings sollte man da Preise und Leistung vergleichen.

Zum Inneren. Der Innenraum sollte komplett ausgesaugt werden, dabei auch Ritzen und Ecken kontrollieren. Anschließend heißt es, Polster saugen und danach feucht durchwischen. Teppiche und Polster sollten im Idealfall in einem trockenen Lagerraum außerhalb des Caravans oder Reisemobils überwintern. Bietet sich dazu keine Gelegenheit, werden sie locker aufgestellt, um möglichst gut belüftet zu werden. Deshalb sollten auch alle Klappen, Türen sowie die Kühlschranktür geöffnet bleiben. „So kann die Luft besser zirkulieren“, erläutert Lang und „im Winter nur bei trockenem Wetter das Freizeitgefährt regelmäßig lüften, also alle Fenster öffnen und nach gut einer Stunde wieder verschließen.“ So wird verhindert, dass feuchte Luft eindringt und muffiger Geruch sich bildet.

Für die Außenhaut empfehlen sich spezielle Reinigungsmittel, erhältlich im Fachhandel. „Acrylfenster nicht mit Haushaltsmitteln oder Glasreiniger reinigen, das kann die Fenster stumpf und blind machen“, warnt der TÜV SÜD-Fachmann. Dichtungen an Fenstern und Türen werden mit Talkum oder Glycerin eingerieben. Das hält sie trotz Kälte elastisch. Die Kurbelstützen werden gefettet. Die Reifen auf den maximalen empfohlenen Druck aufgepumpt. „Zur Entlastung der Reifen sollte der Caravan auf die Kurbelstützen gestellt werden“, empfiehlt Lang und „die Bordtechnik des Wohnaufbaus muss zum Überwintern komplett stillgelegt werden.“

Sämtliche Wasservorräte aus den Wasserleitungen, dem Frischwasser- und Abwassertank, der Toilette sowie dem Warmwasser-Boiler werden entleert. Alle Hähne und Ablassventile bleiben den Winter über geöffnet. Alle Gashähne werden geschlossen, die Gasschläuche und der Druckminderer werden von den Flaschen abgeschraubt. Für die Bordbatterie nennt der TÜV SÜD-Fachmann zwei Möglichkeiten: „Ausbauen und in einem trockenen Raum bei gelegentlichem Nachladen überwintern lassen oder ein modernes Ladegerät anschließen, das eine so genannte Erhaltungsladung gewährleistet.“

Schlechter Grip und neue Vorschriften

17. Oktober 2017

Mit alten Pneus droht Autofahrern eine gefährliche Rutschpartie. „Dann nützen selbst Profiltiefen von mehreren Millimetern wenig“, gibt Salzinger zu bedenken. „Reifen mit guter Haftung hingegen erhöhen die Fahrstabilität, verkürzen den Bremsweg und vermindern die Schleudergefahr.“

In Deutschland sind Winterpneus auf winterlichen Straßen zwingend vorgeschrieben, also bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte. Als Winterreifen galten bislang alle M+S-Reifen. Auch Ganzjahresreifen mit M+S-Zeichen waren erlaubt. Zum 1. Januar 2018 gelten neue Bestimmungen. Als Winterreifen sind nur noch Pneus gestattet, die das sogenannte Alpine-Symbol auf der Reifenflanke zeigen, ein stilisierter Berg mit 3 Gipfeln, der eine Schneeflocke umfasst. „Damit werden erstmals verbindliche Mindestanforderungen an die Leistungsfähigkeit von Winterreifen bei schneebedeckten Straßen festgelegt“, erläutert der TÜV SÜD-Fachmann: „Das Alpine-Symbol wird damit zum Erkennungsmerkmal für echte Winterreifen.“ M+S Reifen, die bis zum 31. Dezember dieses Jahres hergestellt wurden, dürfen bis 30. September 2024 weiterverwendet werden. Mit der Neuregelung wird künftig auch der Halter zur Verantwortung gezogen, wenn er zulässt oder sogar anordnet, dass sein Fahrzeug bei Schnee oder Glatteis ohne Winterreifen unterwegs ist. Dafür ist nun eine Regelgeldbuße von 75 Euro vorgesehen.

Aufpassen müssen vor allem Autofahrer, die im Winter wenig fahren. Bei ihnen sind erfahrungsgemäß Winterreifen lange in Gebrauch und haben oft trotzdem noch genügend Profil. Nach rund sechs Jahren Nutzungsdauer sollten diese Reifen fachmännisch zum Beispiel im Rahmen eines Werkstatttermins oder der Hauptuntersuchung überprüft und wenn nötig ersetzt werden. „Damit Winterreifen auf Schnee und Eis noch gut genug greifen, brauchen sie eine ausreichende Profiltiefe“, schildert der TÜV SÜD-Fachmann seine Erfahrungen. „Ob dies nun 2, 3 oder 4 mm sind, kann pauschal nicht beantwortet werden und ist unterschiedlich von Fabrikat zu Fabrikat.“ Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern reicht auf nassen und winterlichen Straßen jedoch nicht aus. 

Das Alter lässt sich mit Hilfe der DOT-Kennziffer auf der Seitenwand des Reifens ermitteln. Die letzten vier Ziffern der DOT-Nummer geben Auskunft über die Herstellungswoche sowie das Herstellungsjahr, beispielsweise 4014. 40 steht für die Produktionswoche, 14 für das Produktionsjahr 2014. 

Vor dem Kauf neuer Winterpneus sollten Autofahrer sich darüber im Klaren sein, wie sie den Wagen im Winter nutzen, empfiehlt Salzinger: „Fährt man beispielsweise oft zum Wintersport in die Berge, stehen die Eigenschaften auf Eis und Schnee an vorderster Stelle. Ist man hingegen als Berufspendler viel auf Autobahnen unterwegs, dann sind Langlebigkeit und Nässeeigenschaften wichtiger.“ Einen guten Überblick über die jeweiligen Reifeneigenschaften geben erfahrungsgemäß die jährlichen Reifentests von Autoclubs und Fachzeitschriften.

Richtiges Verhalten bei Falschfahrern

10. August 2017

Geisterfahrer-Meldungen sind regelmäßig im Verkehrsfunk zu hören. „Verkehrsteilnehmer sollten solche Falschfahrer-Meldungen immer ernst nehmen“, rät Jürgen Brenner-Hartmann. Denn die Folgen können vor allem bei höherer Geschwindigkeit auf der Autobahn gravierend sein. Häufig stehen die Falschfahrer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss. Starten die Irrfahrten nachts, sind oft schlechte Sicht oder wenig Ortskenntnisse Gründe für das Fahren in falscher Richtung.

Tempo drosseln und nicht überholen
„Den ersten Schritt, um Geisterfahrer zu umgehen, können Autofahrer leicht selbst machen, indem sie das Radio einschalten und so über den Verkehrsfunk auf eventuelle Gefahren aufmerksam gemacht werden“, erklärt Jürgen Brenner-Hartmann. Können Verkehrsteilnehmer den betroffenen Streckenabschnitt dennoch nicht meiden, sollten sie zu allererst den Fuß vom Gas nehmen, um das gegebenenfalls entgegenkommende Auto rechtzeitig zu sehen und ausweichen zu können. „Überholen ist in so einer Situation absolut tabu. Am besten fahren die Verkehrsteilnehmer auf den nächsten Parkplatz und warten ab, bis über den Verkehrsfunk Entwarnung gegeben wird“, rät der Verkehrspsychologe.

Gefahrenlage durchgeben
Wird man selbst Zeuge einer Geisterfahrt sollte man schnellstmöglich die Polizei über die Notrufnummer 110 benachrichtigen, um die genaue Gefahrenstelle weiterzugeben und so andere Verkehrsteilnehmer zu warnen. Vorrang hat aber zunächst, sich selbst in Sicherheit zu bringen. Auf keinen Fall sollten Fahrer versuchen, Falschfahrer eigenmächtig aufzuhalten, warnt Jürgen Brenner-Hartmann.

Nicht selbst zum Geisterfahrer werden
Damit Pkw-Fahrer nicht selbst auf der falschen Spur landen und somit zum Geisterfahrer werden, ist es wichtig, genau auf die Beschilderung zu achten. Das gilt besonders für Autobahnauffahrten von Raststätten oder Tankstellen. Hilfreich ist es hierbei, immer in Fahrtrichtung zu parken. So finden Autofahrer leichter zur richtigen Ausfahrt für die Weiterfahrt. Zudem sollten Verkehrsteilnehmer niemals rückwärtsfahren oder wenden, wenn sie eine Ausfahrt verpasst haben. Stattdessen muss bis zur nächsten Ausfahrt gefahren werden, um auf die Gegenfahrbahn zu gelangen.

Informationen rund um sicheres Fahren finden Interessenten unter www.tuev-sued.de/mpu.

So wird die Rettungsgasse gebildet

7. Juli 2017

Jede Minute, in der die Rettungskräfte schneller an der Unfallstelle sind, erhöht die Überlebenschance statistisch um bis zu zehn Prozent. Soweit die positive Auslegung der Statistik. Leider wird sie in letzter Zeit oftmals eher negativ verwendet. Denn die Berichte über Unfälle auf mehrspurigen Straßen zeigen, dass Rettungskräfte teils massiv behindert werden. Neben Gaffen, Fotografieren, Filmen und absichtlicher Behinderung oder auch Verfolgen von Rettungsfahrzeugen häufigster Grund: Autofahrer bilden im Stau keine Rettungsgasse. Dabei ist die Faustformel eigentlich ganz leicht zu merken: „Staut sich der Verkehr auf mehrspurigen Straßen, fahren die Fahrzeuge auf der linken Spur nach links, alle anderen nach rechts, so dass sich zwischen der linken und der Spur rechts daneben eine ausreichend große, durchgängige Gasse bildet“, wiederholt Eberhard Lang von TÜV SÜD die Fahrschullektion. Das gilt übrigens für alle Fahrzeuge, auch für Motorräder. Grundvoraussetzung fürs Bilden einer Gasse im dichten Verkehr ist allerdings: Ausreichend Abstand halten, um manövrierfähig zu bleiben.

Zweispurige Straße:Staut sich der Verkehr, Abstand zu den übrigen Verkehrsteilnehmern halten, auch wenn dicht aufgefahren wird. Fahrzeuge auf der linken Spur fahren an den linken Fahrbahnrand. Fahrer auf der rechten Spur fahren nach rechts. Dabei auf ausreichend Abstand zu den Leitplanken achten – damit notfalls die Fahrzeugtür noch geöffnet werden kann.

Dreispurige Straße: Stockt der Verkehrsfluss: Abstand halten. Auf drei Spuren lenken Fahrer auf der linken Spur ebenfalls an den linken Fahrbahnrand, so dass zwischen der linken und der mittleren Spur eine ausreichend große Gasse entsteht. Fahrzeuge auf der rechten Spur weichen ebenfalls nach rechts aus. So wird es auch gemacht, falls mehr Spuren vorhanden sind und auch, wenn sich die Straße später teilt und beispielsweise der Verkehr dadurch auf anderen Spuren noch flüssiger läuft.

Gasse halten: Die Versuchung scheint groß zu sein: Sind die Rettungsfahrzeuge vorbei, wird die Gasse von vielen aufgelöst, obwohl weitere Fahrzeuge folgen könnten. Andere nutzen sie sogar, um direkt hinter den Rettungskräften schneller voranzukommen. Das ist nicht nur rücksichtslos gegenüber den anderen Verkehrsteilnehmern, sondern eine grobe Verkehrsgefährdung, die weitere Unfälle verursachen kann.

Hinweis für Redaktionen: Das Bild kann in reprofähiger Auflösung herunter geladen werden unter www.tuev-sued.de/pressefotosin der Rubrik „Aktuelles & Veranstaltungen“.

Bildunterschrift: Rettungsgasse richtig bilden. So geht’s!

TÜV SÜD: Das neue Auto überlegt kaufen

6. Juli 2017

„Für einen Neuwagen sprechen die Technik auf dem aktuellen Stand und die Tatsache, dass man sich um eventuelle Reparaturen keine Sorgen machen muss, zumal immer mehr Hersteller jahrelange Garantie geben.“ Allerdings: Der eigene finanzielle Spielraum wird häufig die Anschaffung eines gebrauchten Fahrzeugs nahelegen. „Deshalb sollte man für sich zuerst das verfügbare Budget für die Anschaffung ermitteln“, empfiehlt der TÜV SÜD-Fachmann. Anschließend sollte man auslosten, was man benötigt oder worauf man Wert legt.

„Marktanalysen zufolge stehen Qualität und Zuverlässigkeit an erster Stelle, wenn es um den Kauf eines Pkw geht“, schildert Puls seine Erfahrungen: „Dazu liefert der jährliche TÜV Report klare Entscheidungshilfen.“ Weitere wichtige Gründe sind Fahrzeugsicherheit und Sicherheitsausstattung sowie das benötigte Platzangebot. Design und Marke sind eher emotionale Aspekte, sollten aber nicht unterschätzt werden, da sie den Wiederverkaufswert deutlich beeinflussen können. Wer sich für ein umweltfreundliches Auto entscheidet, spürt das auch im Geldbeutel. Fahrzeuge mit geringem Verbrauch entlasten das Budget und lassen sich besser weiterverkaufen, spritdurstige weniger. „Die Entscheidung für Benzin-, Diesel- oder Elektroantrieb hängt vom Einsatzbereich und der Fahrleistung ab“, skizziert der TÜV SÜD-Fachmann weitere Überlegungen. Hier helfen nur die Ermittlung der Gesamtkosten mittels Tabellen, wie sie zum Beispiel Automobilclubs zur Verfügung stellen.

Durchaus überlegenswert ist die Entscheidung für ein Elektroauto. Bei Reichweiten von 150 bis 200 Kilometer können sie – die nötige Ladeinfrastruktur vorausgesetzt – aber gerade für Pendler, die jeden Tag eine nicht schwankende Strecke zurücklegen, eine Alternative sein, zumal der Kauf von Neufahrzeugen mit einer Prämie gefördert wird. „Für sie spricht zudem der relativ geringe Wartungsbedarf“, überlegt Puls. „Der Ersatz einer Batterie allerdings ist vielfach eine ungeklärte Preisfrage. Tendenziell werden die Preise dafür aber sicherlich sinken.“

Eine weitere Alternative sind Hybridfahrzeuge, die sowohl einen Elektromotor als auch einen Benzin- oder Dieselmotor besitzen. Doch Hybridautos sind gegenüber den herkömmlichen Verbrennungsmotoren noch teurer. „Eine weitere Erwägung sind Fahrzeuge mit Erdgas-Antrieb, ein Kraftstoff, der in Zukunft sicher an Bedeutung zunehmen wird“, macht der TÜV SÜD-Fachmann aufmerksam.

Der Tritt ins Leere - Bremsflüssigkeit prüfen!

14. Juni 2017

Schuld sei in vielen Fällen ein zu hoher Wasseranteil in der Bremsflüssigkeit. „Gerade bei einer hohen Beanspruchung der Bremsen beispielsweise bei Urlaubsfahrten im Gebirge oder mit einem angehängten Wohnwagen kann es lebenswichtig sein, dass die Bremsflüssigkeit nicht zu alt ist“, gibt der TÜV SÜD-Fachmann zu bedenken.

Je älter die Bremsflüssigkeit ist, desto größer die Wahrscheinlichkeit für den gefürchteten Tritt ins Leere. „Deshalb schreiben alle Autohersteller Wartungsintervalle vor, innerhalb deren die Bremsflüssigkeit getauscht werden sollte, zumeist alle zwei Jahre“, weiß der TÜV SÜD-Fachmann und erläutert den technischen Hintergrund: „Die gebräuchlichen Bremsflüssigkeiten basieren auf Glykol und ziehen das Wasser aus der Luft an.“ Fachleute sprechen von einem hygroskopischen Verhalten. Frische Bremsflüssigkeit hat einen Wasseranteil von etwa 0,05 Prozent und damit einen Siedepunkt von bis zu 260 Grad Celsius.“ Ist sie zwei Jahre alt, kann ihr Wassergehalt schon auf drei Prozent angewachsen sein, wodurch sich der Siedepunkt je nach Sorte auf nur noch 140 Grad verringert. Und der Siedepunkt ist entscheidend für das Funktionieren des gesamten Bremssystems.

Wenn die Bremsflüssigkeit durch eine starke Beanspruchung der Bremse diese Grenz-Temperatur erreicht, beginnt sie zu kochen. Und das kann bei Temperaturen von bis zu 700 Grad an der Bremsscheibe schnell passieren. Es entstehen Dampfblasen. Sie wiederum verhindern, dass der nötige Druck im Bremssystem aufgebaut werden kann. Das Bremspedal fällt durch.

„Leider kann man nicht mit bloßem Auge erkennen, wie hoch der Wasseranteil der Bremsflüssigkeit ist“, betont Lang und empfiehlt, den Wassergehalt der Bremsflüssigkeit auch innerhalb der Wechselintervalle regelmäßig prüfen zu lassen. Den Ratschlag legt er besonders jenen ans Herz, die häufig Fahrten mit hoher Bremsenbelastung unternehmen, beispielsweise bei Fahrten mit einem Wohnanhänger oder betont sportlich fahren. Mitunter liebäugeln gerade sportliche Fahrer mit dem Einsatz von speziellen Bremsflüssigkeiten, die im Motorsport eingesetzt werden. Keine gute Idee, sie bieten zwar einen höheren Siedepunkt, aber sind höchst hygroskopisch und werden deshalb beim Rennsport nach jedem Einsatz gewechselt.

„Grundsätzlich ist der Austausch der Bremsflüssigkeit Sache einer Fachwerkstatt“, betont Lang und „generell sollte die Bremsflüssigkeit in das Bremssystem eingefüllt werden, welche auf dem Deckel des Ausgleichsbehälters spezifiziert ist oder für die eine Freigabe des Fahrzeugherstellers vorliegt.“ Bei dieser Prozedur wird die neue Bremsflüssigkeit mittels eines Entlüftergerätes in die Bremsanlage gepresst und die alte dabei durch das gesamte System gespült, um dann über Ventile abgelassen zu werden. „Das dauert zwischen einer halben und bis zu einer Stunde und kostet je nach Fahrzeug etwa ab 40 Euro“, beschreibt der TÜV SÜD-Fachmann die Rahmendaten für das Plus an Sicherheit.

Cool bleiben, wenn’s eng wird

14. Juni 2017

Autobahnbaustellen kosten viel Zeit und Geduld. Verengte Fahrbahnen, geänderte Verkehrsführung und die hohe Staugefahr machen die Bereiche zu besonders gefährlichen Abschnitten. Eine Vielzahl an Verkehrsschildern, Tempolimits, Ein- und Ausfahrten, Gegenverkehr nur eine Fahrbahnmarkierung weit entfernt, blinkende Verkehrsführungssignale – unter solchen Bedingungen geraten nicht wenige Autofahrer in Stress. Bei Nacht und Regen spitzt sich die Situation noch zu. Eberhard Lang von TÜV SÜD empfiehlt in erster Linie Gelassenheit: „Gerät der Autofahrer im Baustellenbereich in eine brenzlige Situation, bleibt kaum Platz, zu reagieren. Deshalb heißt es auf Baustellen in erster Linie: Ruhe bewahren!“

Tempolimit beachten: Häufigste Unfallursache auf Autobahnbaustellen ist überhöhte Geschwindigkeit. Zum Vergleich: Von 1.288 Unfällen mit Verletzten im Baustellenbereich 2015 sind 393 auf zu schnelles Fahren zurückzuführen. Dabei bringt Rasen, wenn es eng wird, kaum einen Zeitvorsprung. Rechenbeispiel: Wer bei einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 Stundenkilometern mit 100 Sachen unterwegs ist, braucht für eine Strecke von zehn Kilometern sechs statt siebeneinhalb Minuten. Hinzu kommt, dass die höhere Geschwindigkeit auf den verengten Spuren und bei starkem Verkehr kaum durchzuhalten ist und zusätzlichen Stress verursacht. Lang: „Gerade auf Baustellen heißt es: Fuß vom Gas und die Tempo-Limits befolgen.“

Abstand einhalten: Besonders im Baustellenbereich immer wieder zu beobachten sind Drängler, die versuchen, die linke Spur „freizumachen“. Dabei lassen enge Fahrspuren und unübersichtliche Verkehrssituationen kaum Platz für Ausweichmanöver und ausreichend schnelle Reaktionen. Hinzu kommt, dass Fahrzeuge auf so genannten Straßenverschwenkungen mehr Platz benötigen – besonders hier ist ausreichend Abstand alternativlos. Deshalb im Nadelöhr auf ausreichenden Abstand achten.

Überholen an der Baustelle: Weil die linke Spur oft auf zwei Meter Breite reduziert ist, wird es bei Überholvorgängen ziemlich eng. Vor allem dann, wenn Autos Fahrzeuge wie Omnibusse und Lastwagen passieren. Eberhard Lang empfiehlt daher allen, die sich bei solchen Manövern unsicher fühlen, auf die rechte Spur zu wechseln bis die Baustelle vorüber ist. Hinweis: Bei einem Unfall trägt der Überholende schnell eine Teilschuld.

Panne an der Baustelle: Werden Straßenabschnitte erneuert, wird aus Platzmangel meist auf den Standstreifen verzichtet. Deshalb bei einer Panne versuchen, eine Nothaltebucht zu erreichen. Ist dies nicht möglich, Warnblinkanlage einschalten und das Auto am rechten Fahrbahnrand abstellen. Dann heißt es Warnweste anziehen, das Fahrzeug auf der dem Verkehr abgewandten Seite verlassen und sich hinter der Fahrbahnabsperrung in Sicherheit bringen. Auf dem Weg zum Aufstellen des Warndreiecks andere Verkehrsteilnehmer per Handzeichen warnen. Wegen des erhöhten Unfallrisikos auf jeden Fall die Polizei verständigen.

Autoteile, die mehr Aufmerksamkeit verdienen

14. Juni 2017

Ein Auto besteht aus mehreren zehntausend Komponenten. Die überwiegende Anzahl hat mehr oder weniger mit Sicherheit zu tun. Viele kosten nicht die Welt, können aber bei einem Fehler oder Ausfall zumindest ärgerliche Folgen haben. „Probleme in der Beleuchtung wegen der weitgehend unbeachteten Glühlampen sind sehr häufig“, weiß Eberhard Lang von TÜV SÜD. Und erst wenn das Auto sich nicht öffnen lässt, weil der Funkschlüssel keinen Strom mehr hat, rücken die verantwortlichen Knopfzellen ins Bewusstsein der Autofahrer.

Drucksache: Reifenventile sind vielleicht die am längsten in Konstruktion und Aussehen unverändert gebliebenen Teile am Auto. Erfunden wurden sie schon 1893. Autohersteller und Reifenwerkstätten verwenden eigentlich keine schlechten Exemplare. Probleme entstehen aber durch falschen Umgang. „Es gibt tatsächlich Autofahrer, die nach einer Kontrolle des Luftdrucks die Ventilkappen aus Bequemlichkeit nicht mehr aufschrauben“, bedauert Lang. Dabei bilden sie nicht nur eine zusätzliche Abdichtung gegen Luftverlust. „Ohne Kappe kommt beim nächsten Aufpumpen unweigerlich Schmutz in den Ventileinsatz, der danach nie wieder richtig dicht hält“, weiß der Experte. Die gängigen, unscheinbar schwarzen Kunststoffhütchen und die aus Metall verfügen über eine eigene Dichtung. Nachgerüstete, chromglänzende Exemplare mit Logos oder anderem Zierrat mögen chic wirken, erfüllen nach Erkenntnissen von TÜV SÜD aber nicht immer die technische Basisanforderung. Oft fehlt eine wirksame Dichtung und mitunter sind sie auch so schwer, dass sie sogar eine Unwucht erzeugen.

Lichtgestalten: Wenn eine Autolampe durchbrennt, sollte sie nicht durch irgendein „Birnchen“ ersetzt werden. „Vor allem bei Scheinwerferlampen gibt es große Qualitätsunterschiede“, begründet der Experte seinen Tipp, nur Produkte der großen, renommierten Hersteller zu kaufen. „Nicht nur die Lebensdauer fällt sehr unterschiedlich aus. Für optimales Scheinwerferlicht muss die Glühwendel auf hundertstel Millimeter genau gefertigt sein.“ Fahrzeuglampen brauchen zudem eine Zulassung, über die nicht jedes No-Name-Produkt aus dem Internet verfügt.

Putzdienst: Scheibenwischblätter sind aufwendig gebaute Komponenten. Je nach Typ bestehen sie aus mehreren Dutzend Einzelteilen. Und beim Wischgummi zählt die Mischung. Bei den Spitzenmodellen kombinieren die großen Markenhersteller sogar Naturgummi und Synthetik-Materialien. Gelenke haben bei solchen Wischblättern Metallstifte, die eine leichtgängige Achse bilden. „Solchen Aufwand darf man nicht unbedingt bei einem Produkt erwarten, das nur ein Zehntel kostet“, versichert der Experte von TÜV SÜD. Auf der Scheibe bietet eine gute Qualität über lange Zeit eine gleichmäßige Reinigung.

Stromspender: In nahezu allen Autoschlüsseln sitzt heute eine Batterie. Sie versorgt nicht nur Sender für die Fernsteuerung der Zentralverriegelung. Auch Wegfahrsperren und die in manchen Fahrzeugmodellen vorhandenen Speichermodule für persönliche Einstellungen brauchen Energie. Eine leere Batterie im Schlüssel hat oft eine ähnliche Folge wie eine leere Autobatterie: Nichts geht mehr. „Viele Werkstätten wechseln die Knopfzellen der Schlüssel deshalb bei jedem Service vorsorglich aus“, sagt Eberhard Lang. Ein Reserve-Satz im Handschuhfach bewahrt vor unschönen Überraschungen, wenn die Zellen beispielsweise im Urlaub zur Neige gehen und passender Ersatz vor Ort nur umständlich zu bekommen ist. „Die Typenbezeichnungen der Batterien sind leider nicht einheitlich“, bedauert Lang. Keinesfalls darf die Größe das alleinige Kriterium für die Auswahl sein. Eine Vergleichstabelle hilft bei der Suche. Beim Kauf auch auf das Mindesthaltbarkeitsdatum achten! Angebote von losen, unverpackten Zellen sollte man mit Vorsicht genießen, da diese oft schon älter sind.

Anschlussstelle: Smartphones dienen inzwischen in vielen Autos auch als Navigationsgerät. Dabei brauchen sie viel Energie und deshalb sind Ladeadapter ein gebräuchliches Zubehör. Aus der 12-Volt-Steckdose machen diese in der Regel einen USB-Ladesteckplatz. Auf dem Markt sind unzählige Modelle für Preise ab ein paar Euro zu haben. Sie unterscheiden sich aber beträchtlich. „Manche haben zwar bunte Kontrolllämpchen, aber nur einen schwachen Ladestrom, der zudem ungenügend geregelt ist“, berichtet Lang von TÜV SÜD. Im Extremfall kann eine zu große Abweichung von der genormten USB-Ladespannung von 5 Volt das angeschlossene Telefon beschädigen.

Bildtext: Die unscheinbaren Reifenventile erfüllen wie andere kleine Teile am Auto wichtige Aufgaben.

Reisegepäck im Auto richtig sichern

14. Juni 2017

Schon allein die Zahlen zeigen das Gefahrenpotenzial: „Crashtest-Experten haben ausgerechnet, dass ein Aufprall bei 50 Stundenkilometern beispielsweise eine Getränkekiste mit dem Normalgewicht von 14 Kilogramm so stark beschleunigt, dass sie beinahe eineinhalb Tonnen wiegt“, sagt Eberhard Lang von TÜV SÜD. Trifft sie dann einen Insassen, kann das tödlich enden. Urlaubsgepäck wiegt nicht selten über 100 Kilogramm. „Bei der Fahrt in den Familienurlaub sitzen direkt davor die Kinder, im unmittelbaren Gefahrenbereich. „Gepäck muss ordentlich gesichert sein“, bekräftigt Lang.

Anschnallen: Viele Kombis und Vans verfügen über Ösen im Laderaum. In sie lassen sich Sicherungsgurte einhängen, die am besten kreuzweise über die Ladung gezogen werden. Besonders sorgfältige Packer legen vorher noch eine Decke oder ein Netz über das Gepäck. Zum Verzurren selbst aber nur geeignete Spanngurte verwenden! Die Experten von TÜV SÜD warnen ausdrücklich vor dem Einsatz von Schnüren oder auch Gummi-Spannern.

Kleinteile: Nicht nur große und schwere Gegenstände können schon bei heftigem Bremsen Unheil anrichten. „Gerade auch kleine Teile werden dann zu gefährlichen Wurfgeschossen“, warnt der Experte. Solche Dinge sind am besten in einer Tasche oder einem Karton aufgehoben.

Hinter Gittern: Ein Trenngitter zwischen Laderaum und Rücksitz ist beileibe nicht nur für den Transport von Haustieren nützlich. Allerdings muss es stabil befestigt sein. Ähnliches gilt für die praktischen, in der Rücklehne integrierten Netze, deren Sicherheitspotenzial den Gittern in der Regel nicht nachsteht. Lang rät zu Lösungen, die der Autohersteller ab Werk oder als Originalzubehör anbietet. Sie sitzen in der Regel in bereits vorgesehenen Befestigungspunkten. Sogenannte Hundegitter, die sich nur beispielsweise mit Schaumstoffpolstern am Boden und Dachhimmel abstützen, sichern nur ungenügend vor herumfliegender Ladung.

Luft nach oben: Wenn ein Kombi nicht über ein Sicherungsnetz oder Gitter verfügt, sollte die Ladung nie über die Oberkante der Rücklehne hinausragen. „Sonst kann sie ungehindert auf Insassen geschleudert werden, und auf die Kinder auf dem Rücksitz als erste“, warnt der Experte. Einzelne schwere Gegenstände stehen auch besser nicht an der Trennstelle getrennt umlegbarer Rücksitze. Das gilt übrigens auch für Limousinen, bei denen die Rücksitzlehnen zum einfachen Durchladen nach vorn klappbar sind.

Nach vorn schieben: Ist der Gepäckraum auf der Urlaubsfahrt ausnahmsweise nicht ganz ausgefüllt, sollten einzelne Gepäckstücke oder Einkaufskörbe stets bis zur Lehne des Rücksitzes oder der Trennwand nach vorn geschoben werden. „Das verhindert, dass die Ladung beim scharfen Bremsen oder einem Unfall auch noch Schwung holen kann“, begründet der Experte von TÜV SÜD.

Bildtext: Häufig unterschätzt: die Gefahr von ungesichertem Gepäck.

Kontakt halten

14. Juni 2017

Starkregen, Sturmböen, Gischt – Autofahrer sollten bei extremem Wetter alarmiert sein. Gerade bei Starkregen heißt es: Runter mit dem Tempo – rauf mit der Aufmerksamkeit, denn es droht Aquaplaning. 

Alle Wagenlenker kennen das Phänomen: Das Lenkrad ruckt, es lärmt in den Radkästen, es herrscht Alarmzustand. Nicht ohne Grund, denn im Falle von Aquaplaning werden Mensch und Material Höchstleistungen abverlangt. Ein neues Profil mit sieben und mehr Millimetern leitet das Wasser noch bei rund 80 km/h ab. Mit nur drei Millimetern Profiltiefe fahren Autofahrer bereits ab Tempo 70 Wasserski. Beim gesetzlichen Mindestwert von 1,6 Millimetern droht Aquaplaning schon bei 50 Sachen. Breite Schlappen schwimmen tendenziell früher auf als eine ausgewogene Bereifung. Faustformel fürs Profil von Eberhard Lang, TÜV SÜD: „Rechtzeitig wechseln. Zwischen drei und vier Millimeter Profil ist das Minimum.“

Abstand: Werden Straßen plötzlich nass, ist es wichtig, den Abstand zu den anderen Verkehrsteilnehmern zu vergrößern. Dazu aber auf keinen Fall hektisch lenken oder bremsen. Das gilt besonders auf Autobahnen. Fängt es plötzlich an, stark zu regnen, Scheibenwischer auf höchste Stufe, Fuß vom Gas, behutsam die Geschwindigkeit verringern, Verkehr beobachten und Ruhe bewahren. Nach dem Verzögern nicht vergessen: Linke Spur verlassen!

Warnung: Aquaplaning kündigt sich an. Meist ist die Fahrbahnoberfläche bereits mit einem Wasserfilm versehen. Oft hört man dann ein lautes Geräusch von Wasser, das in die Radkästen oder unter den Fahrzeugboden spritzt. Durchdrehende Räder oder zuckende Zeiger von Drehzahlmesser oder Tachometer sind da schon die großen Warnzeichen. Auch ein Rucken in der Lenkung zeigt, dass zeitweise der Boden unter den Rädern des Autos verloren gegangen ist. „Bei Regen verstärkt auf solche Zeichen achten“, so der Hinweis von Lang.

Straße: Spurrillen erhöhen die Gefahr deutlich. Doch der Belag spielt ebenfalls eine große Rolle. Es gibt spezielle Asphaltsorten, die Wasser besser ableiten. Eine Neigung oder Wölbung der Straße unterstützt den Abfluss. Besonders anfällig sind dagegen Betonfahrbahnen, wie sie aktuell wieder häufiger auf Autobahnen angelegt werden. Der Profi-Tipp von TÜV SÜD: Auf Änderungen der Straßenverhältnisse und der Beläge achten! Bei Spurrillen besondere Vorsicht walten lassen und Geschwindigkeit zusätzlich verlangsamen!

Lenkung: Schwimmen die Vorderräder erst einmal, ist Lenken nicht nur unmöglich, sondern geradezu schädlich. Das Auto reagiert nämlich zunächst nicht, wechselt dann aber unter Umständen schlagartig die Richtung, wenn die Reifen wieder greifen. Der wichtige Tipp von TÜV SÜD: Vor Lenkkorrekturen erst die Geschwindigkeit senken, damit die Bodenhaftung wiederhergestellt ist.

Bremse: Im Gegensatz zur Lenkung darf die Bremse jederzeit eingreifen – jedenfalls wenn das Auto zumindest mit ABS ausgerüstet ist, das ein Ausbrechen schon weitgehend verhindert. Nicht zu zaghaft aufs Pedal treten! ABS sorgt dafür, dass kein Überbremsen eintritt. TÜV SÜD Zusatz-Tipp: Bei nassem Wetter hin und wieder leicht auf die Bremse treten! Das trocknet Beläge und Scheiben, die im Notfall dann schneller greifen. Moderne Systeme in Premium-Fahrzeugen tun dies übrigens von allein und ohne dass es der Fahrer merkt.

Weitblick:Besonders innerhalb geschlossener Ortschaften muss bei plötzlichem Regen auch verstärkt auf Fußgänger geachtet werden, die schnell die Straße überqueren, um der Nässe zu entkommen – auch bei roten Fußgängerampeln. Beim Schauer also: Fuß vom Gas und verstärkt die Bürgersteige und Fußgängerüberwege beobachten. Beim Durchfahren von Pfützen darauf achten, dass Passanten nicht noch nasser werden. Vorausschauend fahren und Rücksicht nehmen – so lautet die Devise nicht nur bei schlechtem Wetter.

Bildtext: Bei solchen Straßenverhältnissen gilt: Aufmerksamkeit hoch – Tempo runter!

Richtig warnen - Ein Warndreieck in jedem Auto

14. Juni 2017

Eine weitere Konsequenz: „Wer nicht angemessen vor Gefahrensituationen warnt, kann für daraus entstehenden Schaden finanziell von der Versicherung mit haftbar gemacht werden“, erinnert der TÜV SÜD-Fachmann.

„Grundsätzlich sollte man im Fall des Falles das Warndreieck abseits der Gefahrenzone, etwa im Schutz einer Leitplanke entfalten“, empfiehlt Lang als ersten Schritt und „wenn man sich mit der Handhabung in einer ruhigen Minute zuvor schon mal vertraut gemacht hat, kommt auch keine Hektik auf.“ Bevor man das Warndreieck platziert, empfiehlt es sich, dessen Hülle auf dem Fahrersitz zu deponieren. So wird es bei der späteren Weiterfahrt nicht vergessen.

Zum Aufstellen muss man dem Straßenverkehr entgegengehen und dabei sollte man das Warndreieck gut sichtbar vor sich hertragen und die Warnweste anlegen. Wichtig ist ein ausreichend großer Abstand zwischen Notfallstelle und Warndreieck, damit der Verkehr frühzeitig gewarnt wird. „Innerorts empfiehlt sich eine Distanz von 50 Metern, auf Landstraßen sind 100 Meter, auf Autobahnen gut 200 bis 400 Meter das richtige Maß“, erklärt der TÜV SÜD-Fachmann. Dabei kann man sich an den Leitpfosten orientieren, zwischen denen auf Autobahnen immer ein Abstand von 50 Metern liegt. Vor Kurven oder Kuppen etwa wird der Warnhinweis am rechten Fahrbahnrand oder dem Seitenstreifen so positioniert, dass man ihn vor dem eingeschränkten Sichtbereich schon erkennen kann. „Ist das Warndreieck zu nah an der Gefahrenstelle aufgestellt, werden andere Autofahrer zu spät darauf aufmerksam gemacht, und es kann zu panischen Ausweichmanövern kommen“, gibt Lang zu bedenken. Befindet sich das Dreieck zu weit weg vom Unfall- oder Pannenort, verliert der herannahende Verkehr womöglich die erhöhte Aufmerksamkeit und wird von dem Hindernis überrascht.

Das Warndreieck ist gemäß Paragraf (§) 53a der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) verpflichtend in jedem Pkw mitzuführen. Ein Verstoß gegen diese Vorschrift kann mit einem Bußgeld in Höhe von 15 Euro geahndet werden. Bei der gesetzlichen Hauptuntersuchung (HU) wird ein Fehlen im Prüfbericht als Mangel notiert.

Eröffnung der neuen Prüfstelle

1. Februar 2017

Eröffnung der neuen Prüfstelle

Diese fünf Mängel einfach vermeiden

18. November 2016

Licht: Xenon, LED, Laser – trotz der rasanten Entwicklung in der Beleuchtungstechnologie führen Lichtmängel seit Jahren mit rund 30 Prozent die Listen an. „Das müsste nicht so sein“, erklärt Eberhard Lang von TÜV SÜD. „Die Funktion von Scheinwerfern und Signallichtern kann jeder Autofahrer selbst prüfen.“ Es ist also total überflüssig, dass ein Auto mit defekter Beleuchtung überhaupt vorgeführt wird. Moderne Fahrzeuge zeigen einen Lampenausfall zudem im Cockpit an.

Bremsen: Beim Sicherheitssystem Nummer eins, den Bremsen, gehen die Prüfer keinen Kompromiss ein. Was hier an Reparaturen gefordert wird, ist ein absolutes Muss. Die Inspektion einer Bremsanlage erfordert viel Fachkenntnis. Der Werkstattmeister sagt, was zu tun ist – oder aber der Ingenieur an der Prüfstelle.

Reifen: Mit weniger als 1,6 Millimeter Profil braucht niemand zur Prüfstelle zu fahren. Ein paar genaue Blicke auf den Zustand der Gummis stellen sicher, dass der Weg auch nicht mit anderweitig geschädigten Reifen angetreten wird. Entgegen einer landläufigen Meinung ist das Reifenalter allein aber kein Grund zur Ablehnung.

Abgas: Ohne eine bestandene Abgasuntersuchung gibt es keine Plakette. Zu hohe Emissionswerte liegen nur selten am Katalysator. In den meisten Fällen genügen schon frische Zündkerzen und ein neuer Luftfilter. In schwierigeren Fällen und vor allem beim Diesel können schon mal die Einspritzdüsen oder Luftmassenmesser fällig werden. All diese Maßnahmen bringen nicht nur das Auto durch den TÜV, sondern auch für die Umwelt etwas. Das ist auch beim löchrigen Auspuff der Fall, der schließlich Lärmemissionen erzeugt.

Sicht: Verschlissene Scheibenwischer schränken den Blick auf die Straße bei Regen sowie die Chancen auf die Plakette ein. Ihr Tausch – auch am Heck – ist keine große Sache. Anders sieht es aus, wenn die Scheibe durch Steinschläge oder viele Kratzer im Sichtbereich nicht mehr die Ansprüche an eine ausreichende Sicht erfüllt. Hier darf niemand darauf bauen, dass verschmutztes Glas die Mängel überdeckt. Den Trick kennen die Prüfer.

Kleinigkeiten: Der Check des Verfallsdatums auf dem Inhalt des Verbandkasten dauert nur eine halbe Minute. „Noch schneller ist ein Teil geprüft, das gar nicht so selten defekt ist: die Hupe“, ergänzt Lang.

Wer sich die beschriebenen Checks nicht selbst zutraut, ist am besten in einer Fachwerkstatt aufgehoben. Abzuraten ist allerdings von Pauschalaufträgen wie „TÜV-fertig machen“. Zuvor soll der Meister genau angeben, was gemacht werden muss und was es kostet. Wer höchstens kleinere Mängel vermutet, kann nach den einfachen Grund-Checks auch zur Prüfstelle fahren. Der Untersuchungsbericht nennt die nötigen Maßnahmen dann schwarz auf weiß.

Fünf Fitnesstipps fürs Fahrwerk

18. November 2016

Mängel an Fahrwerk und Lenkung werden bei den Hauptuntersuchungen nach der Beleuchtung mit am häufigsten bemängelt. Bei älteren Autos nimmt die Zahl der Beanstandungen verschleißbedingt zu. Gründe sind neben der zunehmenden Komplexität der Fahrwerke vor allem das steigende Gewicht der Fahrzeuge, verbunden mit der Notwendigkeit zum Leichtbau an den Achsen. Ab dem zehnten Jahr hat jedes zehnte Auto Probleme. „Radaufhängung, Achsen und Lenkung sind heute hochkomplexe Komponenten“, sagt Eberhard Lang von TÜV SÜD. „Unachtsamer Umgang oder mangelnde Wartung schlägt sich schnell in einem Verlust an Performance und Sicherheit nieder. Autofahrer können vorbeugen: durch eine schonende Fahrweise und regelmäßige Wartung.“

Bordsteine: Die häufigste Ursache von Schäden am Fahrwerk ist der grobe Kontakt mit Bordsteinen. „So etwas schadet nicht nur Reifen und Felgen, sondern beispielsweise auch Kugelgelenken am Querlenker und Spurstangen“, sagt Eberhard Lang. Die Probleme haben in den vergangenen Jahren zugenommen, weil die Reifen immer flacher geworden sind, während Bordsteine ihre Höhe behalten haben. „Statt der Reifen kommen nun öfter die Felgen mit der Bürgersteigbegrenzung in Kontakt. Die Stöße sind entsprechend härter“, so der TÜV SÜD-Experte.

Schlaglöcher: Sie bekamen ihren Namen nach den Schlägen, denen sie Autofahrern früher verpassten. Heutige Fahrwerke filtern einen großen Teil davon weg. Doch was vor vielen Jahren Knochen und Nerven der Insassen belastete, geht heute auf die Fahrwerksteile. Die halten das zwar aus, doch auch nicht unbegrenzt. Besonders gefährdet sind Querlenker und ihre Gummibuchsen. Ob letztere allein ausgetauscht werden müssen oder der gesamte Querlenker, ist von Modell zu Modell verschieden. Die Fachwerkstatt kann das entscheiden.

Geländefahrten: Allradantrieb und Sperrdifferential suggerieren bei manchen Autos eine besondere Geländetauglichkeit. Klar kommt man mit diesen Modellen leichter über schlechte Wege. TÜV SÜD- Fachmann Lang: „Niemand sollte aber glauben, dass häufiges Fahren unter solchen Bedingungen spurlos an der Radaufhängung vorbeigeht.“ Manche Hersteller schreiben für Autos, die häufig außerhalb befestigter Straßen gefahren werden, kürzere Wartungsintervalle vor. Ist das nicht der Fall, sollte man den Wagen trotzdem mal außer der Reihe checken lassen. Das gilt vor allem, wenn Warnsignale wie klackende Geräusche auftreten.

Stoßdämpfer: Der Name drückt es schon aus: Stoßdämpfer sollen Stöße abmildern. Tun sie es nicht, schlagen Bodenwelle und alle Unebenheiten direkt auf die Radaufhängung durch. Weil Stoßdämpfer schleichend altern, gewöhnt sich der Fahrer daran. Nur der Test in einer Werkstatt sagt, ob der Austausch nötig ist. Neue Stoßdämpfer entlasten nicht nur das Fahrwerk, sie bringen auch ein Plus an Sicherheit. Schon zur Hälfte verschlissene Stoßdämpfer beeinflussen nämlich das Handling in Notsituationen deutlich.

Koppelstangen: Unter mangelhaft arbeitenden Stoßdämpfern leiden die Koppelstangen zum Querstabilisator besonders stark. Diese meist eher filigranen Teile werden bei Wankbewegungen in Querrichtung belastet und gehören zu den ersten kaputten Fahrwerksteilen. Das Ergebnis ist in Form von lautem Klacken hörbar. Dagegen kann man wenig tun. Die Reparatur ist in der Regel aber nicht besonders teuer.

Schnell für klare Verhältnisse sorgen

18. November 2016

Tipps von TÜV SÜD, wie man sich nach einem Unfall am besten verhält. 

Wie hoch sind die Reparaturkosten? Was ist das Fahrzeug nach der Reparatur wert? Wie hoch sind Wiederbeschaffungs- und Restwert? Ob Verursacher oder nicht, jeder Crash droht schnell zum Horrorszenario zu werden: Um die Reparatur des Autos kümmert sich die Werkstatt, klar. Aber wenn es Ärger mit dem Versicherer gibt? Dazu Maximilian Küblbeck, Leiter Schadenmanagement bei TÜV SÜD: „Bei einem Unfall ist Klarheit für alle Parteien die Grundvoraussetzung für eine schnelle Einigung. Ein neutrales Schadengutachten ist die beste Basis.“

Die TÜV SÜD-Sachverständigen stellen Beweise sicher, ermitteln den Schadensumfang, die Wertminderung und die voraussichtliche Reparaturdauer. Ein Vorteil, wenn man nicht schuld war: Liegt der Schaden über der Bagatellschadengrenze von circa 750 Euro, übernimmt die Versicherung des Verursachers die Gutachtenkosten – bei freier Werkstattwahl. Noch ein Plus: Autohäuser beraten nicht nur im Schadenfall, sondern sie dürfen auch direkt mit dem Versicherer abrechnen. Dadurch müssen Geschädigte nicht in Vorleistung gehen. Partner vieler Werkstätten: TÜV SÜD. Die Experten stehen zudem bereit, wenn doch einmal juristische Hilfe nötig werden sollte: mit umfangreicher Beratung und einer Datenbank, um einen Fachanwalt in der Nähe vorzuschlagen.

Natürlich auch, wenn man den Unfall verschuldet hat. Die TÜV SÜD-Fachleute klären anhand des Versicherungsvertrags, welche Rechte der Schuldige hat. „Der Beratungsservice rund um den Unfallschaden sorgt für Klarheit und rundet das TÜV SÜD-Angebot in Sachen Schadengutachten ab“, so Küblbeck. Alles zusammen sorgt dafür, dass der Horror, der ohnehin mit jedem Unfall verbunden ist, bei der Schadensregulierung nicht ganz so groß ist.   

Immer dabei haben sollten Autofahrer für den Unfall Folgendes: Verbandskasten, Warndreieck und Warnweste. Bei Kfz mit mehr als dreieinhalb Tonnen Gewicht muss zusätzlich eine Warnleuchte an Bord sein. Hilfreich nach dem Crash: Eine Kamera, um Ort und Hergang zu dokumentieren. Genau nachzulesen ist alles im kostenlosen TÜV SÜD-Unfallratgeber. Die Broschüre und viele weitere Tipps rund um den Unfall gibt es in jedem Service-Center und im Internet unter www.tuev-sued.de.

Die Sachverständigen von TÜV SÜD sind unabhängig von Versicherungen und begleiten Beteiligte bei einem Verkehrsunfall im gesamten Bundesgebiet. Von der allgemeinen Beratung über das unabhängige Schadengutachten durch die Sachverständigen bis hin zur Empfehlung von Anwälten in der Nähe, wenn direkte juristische Unterstützung nötig wird. Ein Rundum-Service der TÜV SÜD Sachverständigen, der vor allem eines leistet: Rechtssicherheit und optimale Abwicklung.